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Wer eine weltweite Krise wie eine Pandemie bekämpfen will, muss möglichst rasch viel über sie wissen: über das Virus selbst, über wirksame Therapien bis hin zu den sozialen, wirtschaftlichen und rechtlichen Auswirkungen. Durch die weitreichenden Folgen des SARS-CoV-2-Ausbruchs gerät derzeit das Leben von Milliarden Menschen aus den Fugen. Das Wissen und die methodischen Kompetenzen der Grundlagenforscher/innen bilden das unersetzliche Rüstzeug im Kampf gegen solche Krisen und zur Bewältigung ihrer Folgen. Neue Forschungsprojekte aus Österreich sollen das bestehende Potenzial heben, zum raschen Erkenntnisgewinn beitragen und so für künftige Herausforderungen vorsorgen.

Der Wissenschaftsfonds FWF ruft Forschende auf, Projekte zur Erforschung humanitärer Krisen wie Epidemien und Pandemien in den bestehenden FWF-Programmen, aber im Rahmen eines Fast-Track-Verfahrens einzureichen. Ziel ist es, möglichst schnell weitere wissenschaftlich hochqualitative Projekte an Forschungsstätten in ganz Österreich anzustoßen und so Kapazitäten und Strukturen auszubauen, die dazu beitragen, die aktuelle sowie mögliche künftige humanitäre Krisen meistern zu können. Weitere zukunftsweisende Erkenntnisse aus Österreichs Grundlagenforschung sollen im Sinne von Open Science der wissenschaftlichen Community und der Gesellschaft weltweit zur Verfügung stehen und den globalen Wissensaustausch fördern. Der FWF wird Antragsbearbeitung und Qualitätsprüfung im Rahmen dieser Akutförderung prioritär durchführen, um vielversprechende Projekte ehestmöglich auf Schiene zu bringen.

Expertise aller Fachgebiete gefragt

Das Fast-Track-Verfahren gilt für alle Forschungsanträge, die sich mit der Prävention, Früherkennung, Eindämmung sowie der Erforschung der Ursachen und Auswirkungen von Epidemien und Pandemien am Beispiel von SARS-CoV-2 beschäftigen. Angesprochen sind darüber hinaus Projekte, die ihr Forschungsinteresse auf technische, ökologische, ökonomische, politische, rechtliche, medizinische, kulturelle, psychologische oder ethische Implikationen von SARS-CoV-2 richten. Die Expertise nahezu aller Fachgebiete der Grundlagenforschung ist in der aktuellen Situation gefragt und soll mit dieser Akutförderung ausgebaut werden.

Eckpunkte der Akutförderung

  • Thematisch passende Einreichungen sind in folgenden Programmen laufend möglich: Einzelprojekte, Programm Klinische Forschung, internationale Projekte (FWF als Lead Agency), Lise-Meitner-Programm sowie Erwin-Schrödinger-Auslandsstipendien
  • Es gelten die Antrags- und Förderungsrichtlinien des jeweiligen Programms.
  • Berücksichtigt werden Einreichungen vom 6. April 2020 bis zum 30. September 2020.
  • Die Relevanz des eingereichten Antrages für die Thematik der Ausschreibung ist auf einem zusätzlichen Formblatt auszuführen, das  im online Antragsportal elane hochzuladen ist.
  • Die Antragsbearbeitung, Qualitätsprüfung und Förderungsentscheidung erfolgt innerhalb weniger Wochen.
  • Antragsteller/innen können max. einen Antrag in dieser Ausschreibung einreichen. Anträge, die im Rahmen dieser Ausschreibung im Programm Einzelprojekte, Klinische Forschung und bilaterale Projekte eingereicht werden, unterliegen jedoch nicht der Begrenzung der Anzahl an laufenden Projekten („3 Projekte-Regelung“).

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