1000-Ideen-Programm

Mit dem Pilotprojekt (1. Ausschreibung Nov. 2019) fördert der FWF völlig neue, gewagte oder besonders originelle Forschungsideen, die außerhalb des aktuellen wissenschaftlichen Verständnisses liegen. Wesentlich ist, dass es Ideen sind, die ein hohes wissenschaftliches und transformatives Potenzial haben, d.h. das herkömmliche Verständnis für den Wissenschaftsbereich in Frage stellen können oder einen unerwartet hohen Fortschritt für den Bereich darstellen können.

Zielgruppe

  • Qualifizierte ForscherInnen – sowohl etablierte als auch ForscherInnen am Beginn ihrer Karriere –, die an österreichischen Forschungseinrichtungen arbeiten oder arbeiten wollen.
  • Die formale Antragstellung erfolgt durch die österreichische Forschungsstätte: Es besteht keine Begrenzung der Zahl der Anträge, die von einer Forschungsstätte eingebracht werden können.
  • Ein/e Projektleiter/in kann nur an einem Projektantrag beteiligt sein. Eine Antragstellung im 1000-Ideen-Programm ist unabhängig von der Begrenzung der Projektanzahl in anderen FWF-Programmen.

Zielsetzung

  • Förderung der Risikobereitschaft und Kreativität sowie Erleichterung der Entwicklung neuer, innovativer Forschungsbereiche
  • Fokussierung auf risikoreiche, originelle oder transformative Forschung in einem frühen Stadium, die aufgrund des unkonventionellen Designs, des Fehlens von Validierungsdaten und/oder der damit verbundenen hohen Risiken zu früh sein kann, um sehr gute Chancen auf eine Finanzierung über bestehende Förderprogramme zu haben
  • Auseinandersetzung mit visionären Forschungsideen, die fachübergreifend und/oder noch nicht Gegenstand von Debatten in der akademischen Forschung und/oder in der Gesellschaft sind

Anforderungen

  • Internationale wissenschaftliche Publikationen
  • Mindestens 50-prozentige Anstellung der Projektleiterin/des Projektleiters an einer Forschungsstätte während der Laufzeit des Projektes, bestätigt durch die Forschungsstätte
  • Anonyme Einreichung, d.h. die Identität, der Karrieregrad der ForscherInnen oder auch der Name der Forschungsstätte darf nicht aus dem Antrag erkennbar sein 
  • Bestandteile des Antrags:
    • i) Projektbeschreibung auf max. 3 Seiten, die sich in erster Linie mit dem transformativen Potenzial des Projekts und seiner wissenschaftlichen Grundlage befasst
    • ii) Beschreibung der geplanten Durchführung des vorgeschlagenen Forschungsansatzes einschließlich eines logischen und schrittweisen Plans auf maximal 2 Seiten
    • iii) Risikobewertung auf maximal 1 Seite, d.h. eine Selbsteinschätzung über die risikoreichen Aspekte des Projekts und möglicher Lerneffekte im Falle eines Scheiterns; abschließend die zitierte wissenschaftliche Literatur
  • Die Einhaltung der Formvorgaben sowie die Antragsvoraussetzungen werden streng geprüft; Anträge, die den Anforderungen nicht entsprechen, werden abgesetzt.

Dauer

  • maximal 24 Monate

Höhe
Maximal 150.000 Euro; diese Kosten finanzieren: Personalkosten für die eigene Stelle (bis max. 50 %) sowie Mitarbeiter/innen, Material-, Geräte-, Reisekosten, sonstige Kosten und 5 % allgemeine Projektkosten. Die Förderung von Doktoranden-Stellen ist nicht möglich.

Antragstellung

Über das elektronische Antragsportal des FWF (elane)

  • Ausschreibungsbeginn: 14. November 2019
  • Ausschreibungsende: Freigabe durch die Forschungsstätte der Projektleiterin/des Projektleiters bis spätestens 15. Jänner 2020, 14:00 lokale Zeit (Wien/Österreich)
  • auf Englisch

Vergabe

  • Doppelblind-Auswahlverfahren
  • Begutachtung durch die internationale Jury des 1000-Ideen-Programm
  • Entscheidung im Juni 2020 durch das Kuratorium des FWF auf Grundlage der Begutachtung durch die Jury

Kontakt
Ansprechpersonen

Downloads

Die Antragsrichtlinien werden einige Tage vor dem Ausschreibungsstart zur Verfügung gestellt.

Elektronische Antragstellung
elane